Worpswede entdecken Sie am besten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf einer
Kutschfahrt. Schmale Fußwege, Klinkerstraßen durch den alten Ortskern oder
Feldwege, wie sie früher durch die Dörfer führten, verbinden Architektur,
Landschaft, Kunststätten, Galerien, Ateliers und Werkstätten.
Es macht Spaß die Geschichten des alten Bauerndorfes kennenzulernen, der
alten Worpsweder Kunst und dem Schaffen der zeitgenössischen Künstler zu
begegnen oder durch die faszinierende Landschaft des Teufelmoores zu
schweifen.
In einer kleinen Werft im Teufelsmoor liegt der letzte Entenjäger auf dem
Helgen. Nach dem Tod von Hinrich Grotheer hat der Heimatverein Schlußdorf
die Werft, auf der mehr als 600 Torfschiffe gebaut wurden, übernommen und
richtete darin mit sehr viel Liebe ein Museum ein, um der Nachwelt zu zeigen,
mit welchen einfachen Mitteln die Torfkähne gebaut wurden. Fotos von der
Torfschifffahrt, Torfabbau, Moorhütten, sowie Klappstau, Bauernbackofen
und Ziehbrunnen veranschaulichen die Vergangenheit. Ein Torfschiff ist im
Original vorhanden.
1838 als "Erdholländer" erbaut, gilt sie damals wie heute als Wahrzeichen des
Ortes: die Worpsweder Windmühle. Nach aufwendiger Restaurierung ist sie
wieder voll funktionstüchtig und bei günstigem Wind drehen sich ihre Flügel
wie in alter Zeit. Nach Voranmeldung kann besichtigt werden, wie früher
unser Mehl gemahlen wurde.
Der Moorexpress reiht sich ein in die Liste der Verkehrsmittel und -wege, die die Erschließung und Kolonisierung des Teufelsmoores begleiteten. Ebenso wie der Torfkahn mit seinen braunen Segeln und ebenso wie die birkengesäumten Dämme entlang der schnurgeraden Entwässerungskanäle, die gleichzeitig als Verkehrswege dienten, ist der Moorexpreß zum Symbol der Landschaft und der Geschichte ihrer Kolonisierung geworden.
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Der Moorexpress |